Verband christlicher Pfadfinder und Pfadfinderinnen

Der VCP in Kürze

Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) ist ein Zusammenschluss evangelischer Mädchen und Jungen. Er ist offen für konfessionell anders- beziehungsweise nicht gebundene Jugendliche. Erwachsenen bietet er selbständige Arbeitsfelder.

Über 47.000 Kinder und Jugendliche gehören unseren Gruppen an. Über 3.000 junge Menschen und Erwachsene engagieren sich als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Entstanden ist unser Bundesverband aus dem Zusammenschluss der historischen Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD) mit dem Evangelischen Mädchen-Pfadfinderbund (EMP) und dem Bund Christlicher Pfadfinderinnen (BCP) in den 70er Jahren.

Der VCP ist Mitglied im Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände (RDP) und im Ring deutscher Pfadfinderverbände (RdP), im Weltbund der Pfadfinderinnen (WAGGGS) und in der Weltorganisation der Pfadfinderbewegung (WOSM), in der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (aej) und im Deutschen Bundesjugendring (DBJR).

Weltweite Gemeinschaft mit historischer Verpflichtung

Die Pfadfinderbewegung gilt als die größte Jugendbewegung der Welt. So gehören der World Organization of Scout Movement (WOSM) und der World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS) Millionen von Mitgliedern in mehr als 150 Ländern an. Gerne begegnen wir Pfadfindergruppen aus anderen Ländern und Erdteilen. Höhepunkte sind die Fahrten zu den regelmäßig stattfindenden World Scout Jamborees, den offiziellen Welttreffen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

Und alles begann mit einem kleinem Camp mit 21 Jungs im Jahre 1907 auf der englischen Insel Brownsea Island. Der britische Offizier Robert Baden-Powell hatte beim notbedingten Einsatz von jugendlichen Kundschaftern während seiner Dienstzeit in Südafrika erlebt, dass Jugendliche - im Gegensatz zur damals üblichen Auffassung - durchaus in der Lage waren, Aufgaben verantwortungsvoll auszuführen. Als Kriegsheld von Mafeking verehrt, kauften viele Jungs sein militärisches Lehrbuch Aids for Scouting.

Auf Brownsea Island testete er seine reformpädagogischen Ideen und seine Pläne für eine jugendgerechte Variante seines Erfolgbuches. Bestätigt veröffentliche „BP“ nach dem Lager auf der Insel seine Erkenntnisse in „Scouting for boys“. Auch das Buch wurde zu einem echten Verkaufsschlager und überall auf der Welt gründeten sich Boy Scouts. Bald wollten auch Mädchen und jüngere Kinder mitmachen, so dass er für Kinder - beziehungsweise „Wölflinge“ - das Dschungelbuch seines Freundes Rudyard Kipling als Spielidee einführte. 

Spaß am Abenteuer

Wir sind Pfadfinderinnen und Pfadfinder, weil wir viel erleben wollen: Fahrten und Lager, Gruppenunternehmungen, Begegnungen im In- und Ausland, Spiele, Basteln, Singen, Diskussionsrunden und Aktionen.

Demokratie leben

Demokratisches Handeln bedeutet für uns, etwas gemeinsam zu entwickeln - von der Idee bis zur Umsetzung - statt fertige Entscheidungen zu übernehmen. Wir wollen Neues entdecken, Zusammenhänge beobachten und begreifen.

In der kleinen Gruppe lernen Mädchen und Jungen, Verantwortung zu übernehmen, Etwas zu planen und dann auch durchzuführen sowie die gründliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen. Auf diese Weise wird Demokratie gelebt und bereits früh verinnerlicht.

Eigene Wege finden

Pfadfinderin und Pfadfinder sein heißt für uns, in einer Gemeinschaft zu leben, unsere Rollen und Gewohnheiten in Frage zu stellen sowie Andersartigkeit als Bereicherung anzunehmen. Pfadfinden fordert uns auf, sich über uns selbst, unsere Lebenswelt und unsere Zukunft Gedanken zu machen. Pfadfinden als Methode vermittelt Erkenntnisse und gibt Freiraum für eigenes Lernen und eigene Erfahrungen.

Erlebnis und Verantwortung

Wir wollen unsere Arbeit so gestalten, dass das Evangelium erlebbar wird. Wir vermitteln Werte wie beispielsweise Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme, Solidarität und Toleranz. Erziehung zu Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sind Grundlagen unserer Arbeit.

In der Gemeinschaft können wir lernen, uns den Nächsten zuzuwenden und uns für sie einzusetzen; Verantwortung in Gesellschaft, Kirche und Staat zu übernehmen sowie die Natur als Gottes Schöpfung zu sehen, in ihr leben und sie zu schützen.

Zu den Grundsätzen unserer Gemeinschaft zählen zum Beispiel „Look at the child“, „Learning by doing“,  „Führung im Dialog“ das Prinzip der „kleinen Gruppe“ und als jugendbewegter Stamm Nibelungen das „Jugend führt Jugend“-Prinzip.

  • VCP (Hrsg.) 2001: Spuren. Ein Corporate Design für den Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder.
  • VCP RP/S 2003: www.vcp-rps.de (Letzter Zugriff: 05.04.2006).
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